Musik

Seit 2004 bin ich aufgrund eines Unfalls querschnittgelähmt und sitze im Rollstuhl. Diese Beeinträchtigung hat mich aber niemals von etwas abbringen können. 2005 fing ich daher an, meinen eigenen Rap-Sound zu produzieren. Nach über zehn Jahren habe ich nun viele Songs rausgebracht und auf unzähligen Bühnen meine positive Message verbreitet.

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Reisen

Da ich für mein Leben gerne reise und aufgrund meiner Situation schon auf viele Hindernisse gestoßen bin, aber auch neue Wege gegangen bin, halte ich meine Reisen auf Video fest und gebe meine Erfahrungen weiter.

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Workshops / Inklusion

Jeder kann einen eigenen Song aufnehmen! Ich habe mir ein mobiles Tonstudio zugelegt, mit dem ich euch in jeglichen Einrichtungen besuche. Dabei ist es vollkommen egal ob wir den Song in einer Schule, im Kindergarten, einem Jugendzentrum, im Büro oder in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung aufnehmen.

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ÜBER MICH

Meine Geschichte

Ich kann mich noch gut an den letzten Tag erinnern, an dem ich durch das Leben lief. Es war ein warmer Sommertag im August 2004. Tagsüber lag ich mit Freunden am Kanal und am Abend traf ich mich mit Bekannten um ein Video zu schauen. Ich kannte die Begebenheiten vor Ort nicht und ging den anderen hinterher, als sie auf die Dachterrasse gingen. Es war bereits dunkel und als ich kurze Zeit später mit der Taschenlampe geblendet und gerufen wurde, ging ich auf das Licht zu und fiel in die Tiefe.

Was folgte war eine zwölfstündige Operation an meiner Wirbelsäule mit anschließendem Koma, aus dem ich nach ein paar Tagen glücklicherweise wieder aufwachte. Die erste Frage, die ich meinen Eltern stellte war, ob ich jetzt nicht mehr Skateboard fahren könnte.

Die Diagnose lautete: Paraplegie. Komplette Querschnittlähmung ab L3 und inkomplette ab TH5.

Wenn man mit 20 Jahren erfährt, dass man nicht mehr gehen kann, dann ist das ein Schock. Ich hatte schließlich mein ganzes Leben noch vor mir. Ich war immer sportlich aktiv und nun sollte ich nie mehr auf meinem Skateboard stehen. Doch meine positive Art und meine Familie gaben mir den nötigen Aufschwung. Ich wollte das beste aus der Situation machen und trotz meiner Einschränkung ein erfülltes Leben führen.

Bereits vor meinem Unfall war mir Musik sehr wichtig und ich spielte Bassgitarre in einer Band. Während meiner Zeit im Krankenhaus und in der Reha begann ich dann Texte zu verfassen und zu rappen. Die Musik half mir, meine Erlebnisse zu verarbeiten. Auch heute noch ist Musik meine Medizin. Unter meinem Künstlernamen „Sittin´ Bull“ habe ich nun bereits seit mehr als 10 Jahren die Möglichkeit, bei bis zu 30 Auftritte jährlich, vor Publikum zu rappen und meine positive Energie zu teilen. Das Thema Inklusion begleitet mich dabei immer.

Neben den Konzerten habe ich angefangen Hip-Hop-Workshops für Menschen mit allen Bedürfnissen, Behinderungen, Wurzeln und in jeder Altersklasse anzubieten. Darüber hinaus durfte ich bereits Moderationsjobs übernehmen, wie auf der PARIETÉ-Gala 2018.

Neben meinem Dasein als „Sittin‘ Bull“, gehe ich einer festen Arbeit nach und lebe mit meiner Frau im schönen Münsterland. Ich bin politisch aktiv und reise – wann immer es die Zeit erlaubt – mit meiner Frau oder auch alleine um die Welt. Zuletzt besuchte ich mit meinem Bruder Japan und durfte vor Ort die Host Towns der Paralympischen Sommerspiele 2020 hinsichtlich Barrierefreiheit beraten.

MUSIK

Musik ist Medizin – Ohne Nebenwirkungen

 

Ich kenne Lampenfieber nicht erst seitdem ich im Rollstuhl sitze, denn schon mit 15 fing ich an Bass-Gitarre zu lernen und habe früh angefangen in Punk-Rock-Bands in die Saiten zu hauen. Auch hier hatten wir Auftritte in Jugendzentren vor Gleichaltrigen und ich spürte das „Fieber“. Genauso ist es heute auch noch, selbst wenn ich die Gitarre beiseitegelegt und mich dem Mikrofon zugewendet habe. Schneller Pulsschlag, trockener Mund und Schweißausbrüche sind in der Regel normal, wenn ich vor Publikum auftrete. Denn das Publikum erwartet einen mitreißenden Auftritt und diesen Erwartungen will ich als Künstler gerecht werden. Textpatzer sollten daher nicht passieren und die Showeinlagen dürfen nicht zu kurz kommen. Denn doof rumsitzen ist in etwa genauso langweilig wie doof rumstehen, lediglich einen halben Meter tiefer.

Seit mehr als zehn Jahren bin ich nun schon als „Sittin´ Bull“ unterwegs und durfte viel erleben. Die jährlich bis zu 30 Auftritte auf Bühnen in ganz Deutschland sowie in der Schweiz und in Österreich, haben mich geprägt. Musik war schon immer meine Quelle um Energie zu tanken. Um Frust abzulassen, zu trauern und Erlebtes zu verarbeiten. Das Element, was mich immer wieder hochgekickt hat. Musik ist meine Medizin.
Zum Großteil produziere ich Songs, die aufbauen sollen. Songs, die den Hörer zum Nachdenken anregen. Sich über sich selbst Gedanken zu machen und die Einstellung im täglichen Leben. Ist das was mich ärgert den Ärger überhaupt wert? Oder könnte ich die Energie, die ich damit verschwende mich über unwichtige Dinge zu ärgern nicht lieber für Wichtigeres nutzen? Das Statement „Gib dich niemals auf!“ begleitet mich stetig. Zwei Studioalben, sowie mehrere Mix Tapes, zig Features und Free-Tracks sind bereits entstanden.

Meine Situation als Rollstuhlfahrer mache ich mir dafür zu nutze. Jemand, der im jungen Alter sichtbar Bürden zu tragen hat, wirkt auf viele Menschen erst einmal interessant. Auch wenn ich die Situation dadurch nicht schönreden will oder mich auf meine Behinderung reduzieren möchte, aber meine Situation führt vor Augen, dass es auch mit schwerer Bürde möglich ist positiv durch die Welt zu gehen. Ganz nach dem Motto: „Guckt euch den Jungen an! Der ist trotz des Rollstuhls eine richtig coole Socke!“

Meine Musikvideos

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WORKSHOPS UND INKLUSION

Hip-Hop-Workshops – Jeder kann einen Song produzieren

Neben den Konzerten habe ich angefangen Hip-Hop-Workshops für „jeden“ anzubieten. Für Menschen mit allen Bedürfnissen, Behinderungen und in jeder Altersklasse. Neues, mobiles Studio-Equipment wurde zugelegt. Da es hier auch transportable Geräte gibt, muss man nicht seine schweren Geschütze mit in die jeweiligen Einrichtungen bringen. Die Idee war, zu zeigen, dass jeder einen eigenen Song produzieren kann und das konnte ich mit meinen Workshop Teilnehmern schon mehrfach beweisen.

 

Inklusion

Der Begriff der in unseren Köpfen umhergeistert, den jeder schon mal gehört hat und auch manchen schon zum Hals raushängt: Inklusion. Jeder ist anders. Jeder hat seine Bürden zu tragen und möchte doch von der Gesellschaft so akzeptiert werden, wie er ist. Musik lässt sich hierzu gut einsetzen. Mit guten Texten und einem positiven Auftreten kann man Menschen erreichen und genau das habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Ein Highlight war im September 2015 die Audienz beim Papst im Vatikan, wo das Oberhaupt der katholischen Kirche die Inklusionsfackel segnete, die sich im darauffolgenden Jahr von dem Radfahrer Sven Marx auf den Weg zu den Paralympics nach Brasilien aufmachte. Dieser emotionale Tag im Vatikan wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Hierfür hatte ich mit der Reggae-Band „House of Riddim“ und der Sängerin MANJA im Vorfeld den Song „Inklusion braucht Aktion“ produziert, um den Menschen die Augen zu öffnen und Grenzen zu sprengen.

 

Wir können so viel voneinander lernen. Etwas bewegen anstatt uns voneinander zu entfernen!

All die Grenzen und Separationen, der Mensch braucht Feuer, der Mensch braucht Aktion.

Teilt mit uns diese Vision. Wir brauchen alle mehr Inklusion!

Das sollte nicht der letzte Song bleiben, der das Thema "Inklusion" behandelt. Aber auch neben der Musik-Produktion versuche ich aktiv zu sein. Für die Belange der Mitbürgerinnen und Mitbürger in meiner Heimatstadt arbeite ich im Stadtrat um politisch auf Probleme aufmerksam zu machen und so Veränderungen durch zu setzen.

Krüppel, Spast, Behinderter - Worte der Vergangenheit!

Hand in Hand Zusammenhalt als würden wir Verwandte sein.

Keiner ist Ausländer und jeder inkludiert, weil Gegensätze sich verbinden.

Das haben wir kapiert!

 

REISEN IM ROLLSTUHL

Seit einigen Jahren reise ich trotz meiner Behinderung durch die Welt. Dabei versuche ich, das Bewusstsein für Barrieren zu schaffen. Häufig sind auch Verbesserungsvorschläge von jemanden notwendig und gewünscht, der Experte in eigener Sache ist.

Ich versuche die Gegebenheiten nicht nur aus meiner "Rollstuhl-Fahrer-Brille" zu sehen, sondern auch Barrieren aufzuzeigen, auf die beispielsweise Menschen mit Seh- oder Hörstörungen stoßen.

Um diese Reisen zu ermöglichen, bin ich immer auf der Suche nach Partnern und Sponsoren.

Hier könnt ihr einige meiner Reise-Video-Dokumentationen sehen.

AUSSTATTUNG

Sittin' Bull wird ausgestattet von:

 

Hier könnt Ihr mich über das Kontaktformular oder direkt über den Facebook-Messenger erreichen.

Ich werde Eure Nachrichten so schnell wie möglich beantworten.